Lessing-Förderschule Freiburg

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Infos über die Schule

Erziehungskonzept

Sonderpädagogischer Dienst

Berufsvorbereitung

Schülerseite

Downloads

Schulsozialarbeit

Sport

Projekte

Links
 
Home

Erziehungs-Konzept

der Lessing – Förderschule in Freiburg
Zum Download bitte hier klicken! Erziehungskonzept ansehen 


 

Einleitung

Die Lessing-Förderschule ist eine Stadtschule mit Schüler/innen unterschiedlicher nationaler und kultureller Herkunft. Viele unserer Schüler/innen kommen aus einem belasteten Umfeld. Es war deshalb notwendig, ein umfassendes Erziehungskonzept, bestehend aus Leitzielen, Handlungszielen, Präventionsangeboten und Maßnahmen zu erarbeiten.

Das vorliegende Erziehungskonzept benennt transparente, realisierbare Ziele für Eltern, Schüler/innen und Lehrer/innen. Alle am Schulleben Beteiligten müssen dieses Konzept akzeptieren und respektieren und in den grundlegenden Zielen des Erziehens, des Lernens und Arbeitens übereinstimmen. Dies erfordert auch die Bereitschaft zu intensiver Kommunikation und Kooperation, sowie regelmäßige gemeinsame Reflexion.

Die Lessing-Förderschule ist ein angstfreier Erfahrungs-, Lern- und Lebensraum, ein Ort der Orientierung und Geborgenheit.

Grundlage unserer pädagogischen Arbeit ist das abendländische, christliche Weltbild. Dazu gehören traditionell Offenheit und Toleranz gegenüber anderen Kulturen. Wir erziehen unsere Schüler/innen zu toleranten, teamfähigen, friedfertigen und verantwortungsbereiten Mitgliedern der Gesellschaft. Das ermöglicht den Schüler/innen Erfolgserlebnisse, die ihr Selbstwertgefühl stärken. Nur wer seine Stärken kennt, kann auch seine Schwächen akzeptieren.

 

Den Schüler/innen  werden Normen und Werte vermittelt, die ihnen helfen, die Vielfalt von Weltanschauungen besser zu beurteilen und einen selbstverantworteten Weg zu gehen. Eine solche norm- und wertorientierte Grundhaltung erwächst aus dem gelebten Vorbild, aus gegenseitigem Respekt und Achtung, aus Vertrauen und Zuneigung.
 

Das vorliegende Konzept setzt einen Orientierungsrahmen für alle am Schulleben Beteiligten. Zeit- und Organisationsplan strukturieren das Schuljahr verlässlich. Feste Regeln und Rituale, die gemeinsam entwickelt wurden und werden, ordnen das Zusammenleben in der Schule.

Jeder Orientierungsrahmen hat Grenzen. Grenzen, die nicht ausgrenzen, sondern - von allen beachtet und eingehalten - dem friedlichen Zusammenleben dienen. Individuelles Fehlverhalten erfordert Konsequenzen, ansonsten ist das Konzept sinn- und wirkungslos. Diese Maßnahmen müssen transparent und nachvollziehbar sein. Sie dürfen niemals als Willkür erscheinen. Sie helfen den Schüler/innen Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Inkonsequentes Handeln und Nichtbeachtung der Regeln durch Einzelne vergrößert die Schwächen der Schüler/innen und schwächt das gesamte Konzept.

Nur wenn „alle an einen Strang ziehen“, gelingt die Umsetzung des Konzeptes

 

Leitziele
 
 
Ich-Bereich
(persönliche Kompetenz) 
Sozialer Bereich
(soziale Kompetenz)
Zuverlässigkeit 
(Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Sorgfalt) 
Umgangsformen 
(Freundlichkeit, Höflichkeit, Tischmanieren, Rücksichtnahme, angemessene Sprache, Bescheidenheit)
Verantwortungsbereitschaft 
(Reflexivität, Umgang mit Dingen,Verantwortung für sich und andere) 
Soziale Verantwortung 
(Mitgefühl, Kameradschaft, Förderung der Vertrauensfähigkeit, Verpflichtungen einhalten, Hilfsbereitschaft, Zivilcourage)
Leistungsbereitschaft 
(Arbeitshaltung, Ausdauer, Konzentration, Belastbarkeit, Lernfreude, Selbständigkeit, Selbstachtung,Selbstbeherrschung) 
Teamfähigkeit
(Kooperationsbereitschaft)
Selbstwertgefühl / Selbstvertrauen
(Erfolgszuversicht, Mut,positive Lebenseinstellung, Entscheidungsfreude, Selbstwahrnehmung, Selbstachtung, Selbstbeherrschung)
Frustrationstoleranz Konfliktfähigkeit
(Kompromissfähigkeit)
Kritikfähigkeit 
(Selbstkritik, Offenheit) 
 
Kreativität   
Wertebewusstsein 
(Traditionsbewusstsein, Respekt vor demLeben) Toleranz und interkulturelle Kompetenz
 

 
Handlungsziele
  • Wir Erwachsene, d.h. alle am Erziehungsprozess Verantwortlichen, sind  Vorbilder für die Schüler/innen.
  • Wir  bauen eine menschliche und professionelle Beziehung zu unseren Schüler/innen auf, die gekennzeichnet ist von Akzeptanz, Zuwendung, Respekt, Gerechtigkeit, Gleichwürdigkeit und Eigenverantwortlichkeit.
  • Wir geben Hilfestellung bei der Aufarbeitung individueller Schwierigkeiten, die aus der bisherigen Lebensgeschichte resultieren. Wir geben Hilfestellung in allen Bereichen: Schule, Elternhaus, soziale Umgebung, Freizeit.
  • Wir sorgen dafür, dass unsere Schule gewaltfrei wird. 

  •  
  • Auf der einen Seite schaffen wir eine Atmosphäre von Wärme, Angstfreiheit und positiver Anteilnahme schaffen. Auf der anderen Seite setzen wir feste Grenzen. 

  •  
  • Bei Regelverstößen setzen wir die bekannten Maßnahmen entsprechend ein.
  • Wir halten die Schulordnung konsequent ein.
  • Wir verwirklichen das Prinzip der Ganzheitlichkeit durch die Gleichwertigkeit von Kopf, Herz und Hand.


 

Maßnahmen

Angebote zur Prävention

  • Enge Zusammenarbeit aller an der Erziehung Beteiligter
  • Sprache als Medium zur Förderung sozialer, emotionaler und kognitiver Fähigkeiten
  • Kooperative Konfliktlösung
  • Mediation mit Streitschlichtung, Täter – Opfer – Ausgleich und verbindliche Stopp - Regel
  • Aufgaben zur Selbständigkeitserziehung und zur Übernahme von Verantwortung
  • Strukturierter Tagesablauf
  • Schülermitverantwortung
  • Schulsozialarbeit mit den Schwerpunkten Beratung, Einzelfallhilfe in Krisensituationen, soziale Gruppenarbeit und Vernetzung Schule und Umfeld
  • Sport- und bewegungserzieherischer Schwerpunkt als Schulprofil
  • Trainingsraum

  • Erlebnispädagogische Projekte
Pädagogische Maßnahmen:

1. Nonverbaler Hinweis
2. Mit Namensnennung zur Ordnung rufen
3. Ankündigung einer zusätzlichen Aufgabe unter Benennung des genauen Umfangs
4. Letzte deutliche Ermahnung unter Namensnennung
5. Zusätzliche Aufgabe erteilen und ins Klassenbuch eintragen
6. Brief an die Erziehungsberechtigten, unterzeichnet je nach Sachlage vom Klassenlehrer, Fachlehrer oder Schulleiter
7. Einbestellung der Erziehungsberechtigten zum Gespräch mit dem Schulleiter und der
betroffenen Lehrkraft
 

 
Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen (Auszug aus dem Schulgesetz § 90):

Zur Anzeige des Maßnahmenkatalogs bitte hier klicken
.

* Auf dieses Recht ist vor der Entscheidung hinzuweisen. Vorläufige Maßnahmen: Gemäß § 90, Abs. 9 SchG kann der Schulleiter in dringenden Fällen einem Schüler bis zu 2 Wochen den Schulbesuch untersagen, wenn dessen Verhalten den Ausschluss aus der Schule erwarten lässt. Zuvor ist der Klassenlehrer zu hören.

 Erziehung junger Menschen ist ein stetiger, wichtiger Vorgang, der sich als Summe aus einer Vielzahl bewusster und unbewusster Impulse aus unterschiedlichen Richtungen entwickelt. Eine professionelle Erziehungseinrichtung wie eine Schule ? besonders eine Förderschule – weiß um diese Komplexität, muss jedoch auch ihren allgemeingültigen Auftrag erfüllen. 

 

Deshalb haben wir in unserem hier vorliegenden Konzept in den aufgeführten Maßnahmen unsere Einwirkungsmöglichkeiten vom individuell anzuwendenden Impuls bis hin zu allgemeingültigen, in allen Schulen zu erwartenden, im Schulgesetz vorgegebenen Erziehungs? und Ordnungsmaßnahmen zusammengefasst.

Wir wünschen uns als Kollegium der Lessing?Förderschule, dass dieses Erziehungskonzept durch kontinuierliche und intensive Zusammenarbeit mit den Kindern und Jugendlichen selbst, mit ihren Eltern und anderen beteiligten Erziehungsinstitutionen mit Leben gefüllt wird.

Dieses Erziehungskonzept tritt mit Beschluss der Schulkonferenz vom 12.10.2005 in Kraft. Es ist für die gesamte Schulgemeinschaft verbindlich.
 
 
 

Freiburg, im September 2005

 
 

+